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Montag, 23. Februar 2015

Young Professionals - IMP (IEC) 2015 neue Regeln + Probleme


ACHTUNG UPDATE UND LINK AM ENDE  24. 02. 2015 - info für Arbeitgeber + link

 update 2 - am ende des artikels 25. 02. 2015

23. 02. 2015 International Mobility Programs YP
Come to Stay-Canada-1880
 Artist: Julien, Henri, 1852-1908 

Hallo

Die seit dem 21. 02. 2015 gültigen Vorschriften beim IMP Programm für die Gruppe der Young Professionals (YP) sind gegenüber den Regeln der letzten 10 Jahre brutal verschärft worden. Verschärft wurden sie nicht nur für die YPs, sondern besonders extrem für deren Arbeitgeber (employers). 

Dies wird dazu führen, dass Chefs von kleinen und mittleren Firmen – Globalplayer ebenfalls – keine Lust mehr haben werden einen YP zu unterstützen und einzustellen. Ausnahmen bestätigen die Regeln, heißt es und darum wird es weiterhin „wenige“ Work-Permits für YPs geben. 

Aber nur, wenn eine Firma bereit ist, sich dem Stress der Bürokratie der Ministerien CIC und ESDC (Employment and Social Development Canada) auszusetzen.

Mittwoch, 28. Januar 2015

Einwandern über den Weg des Temporary Workers

Workforce Canada - Kurzarbeit

Die seit Januar 2015 geltenden Regeln des kanadischen Einwanderungsprogramms werden rund 90 Prozent der Would-be Immigrants nur bewältigen können, wenn sie vor dem permanent Residence Antrag als Temporary Worker (Gastarbeiter) in Kanada gearbeitet haben. Neben den üblichen Risiken dieses Status gibt es einige Eigenarten des kanadischen Arbeitsmarkts, die man kennen sollte. In der Boom Phase der letzten Einwanderungswelle von 2002 bis Herbst 2007 passierte es immer wieder, das Deutsche ihren Einwanderungswunsch selbst sabotierten. Sie kannten und respektierten nicht eine traditionell gewachsene Eigenart des kanadischen Arbeitsmarktes.

Donnerstag, 15. Januar 2015

Was ist Express Entry und was nicht?


Express Entry ist:
In den Augen sehr vieler would-be immigrants ist es das beste und schnellste Programm zur Einwanderung nach Kanada.

Was ist es nicht? 
Es ist kein sicherer Weg nach Kanada.
In den Analysen der Fachleute in Kanada, die als Anwälte oder lizenzierte Einwanderungsberater arbeiten und das dürfen, ist es das Programm mit der größten Unsicherheit, ob jemand tatsächlich einwandern kann.

Zitat: A critique of the program that has been raised is that there is greater uncertainty for applicants under Express Entry than under any current program.

Klartext – die wenigsten werden darüber direkt einwandern können.

Sonntag, 14. Dezember 2014

Express Entry - Was nicht gesagt wird

CANADA QUÉBEC, IMMIGRANTS sur un STEAMER du SAINT-LAURENT, Gravure 19e

Nun ist die Propaganda zum Express Entry Program auf allen Websites zu finden. Nicht nur bei CIC, sondern bei allen, die hoffen damit einen Profit zu machen. Meine Meinung.

Ich schreibe nun über einige Punkte, die nur zwischen den Zeilen oder überhaupt nicht erwähnt werden. Das sind Punkte, die normalerweise der „would-be immigrant“ (Einwanderer) auch nicht beachtet.

Punkt 1 ist die Quote (the cap) oder in Deutsch die Anzahl der maximalen Hauptantragsteller auf die Permanent Residence (PR), die bei CIC überhaupt existiert. CIC schreibt und spricht davon, dass jährlich bis zu 250.000 oder 280.000 PR Visas ausgestellt werden. Das bedeutet nicht, dass es 250.000 Hauptantragsteller gibt, die das Visum erhalten. In der „Economic Class“, wozu alle Skilled Worker gehören – vom Handwerker bis zum Akademiker und auch Manager, sind das nur rund 80.000 Visas für Hauptantragsteller. Dabei spielt es keine Rolle ob im Falle einer Familie oder Lebensgemeinschaft, der Hauptantragsteller der Mann oder die Frau ist. Ich gehe davon aus, dass im Durchschnitt zu einem Hauptantragsteller zwei weitere Personen hinzukommen. Einfach gerechnet 3 x 80.000 = 240.000 Einwanderer mit einem PR Visa.

Dienstag, 7. Oktober 2014

Express Entry Program 2015 Intro 1

Gustave Boulanger The Slave Market Rome, Detail


Hallo

Das erste Mal, dass von dem australischen Einwanderungsprogramm „Express of Interest (EOI)“ hörte, war über die Pressemeldungen und Reden vom damaligen Minister, Jason Kenney, des Ministeriums CIC. Vorher hat mich das nicht interessiert, da ich halt auf Kanada konzentriert war. Ich startete meine Recherche und war überrascht, wieso mich das Programm direkt an die Sklavenmärkte des Altertums erinnerte. Der Punkt ist, wer sich über diese Programme zur Einwanderung bewirbt, der hängt sich – symbolisch gesprochen – ein „Schild um den Hals“, auf dem seine Qualitäten stehen. Danach steht er auf einem „Podest“ (in einer Job Bank) und hat passiv (!) darauf zu warten, dass ihn jemand „kauft“ (als Arbeitskraft auswählt). Ich brauchte dazu ein Bild und fand über eine Suchmaschine das Gemälde von Gustave Boulanger „The Slave Market Rome“. Siehe das Detail aus dem Bild, das mehr als 1.000 Worte sagt.

Nun stellte sich mir die Frage: Wie kann ein would-be immigrant von passiv zu aktiv seine Einwanderung betreiben. Das versuche ich in den nächsten Videos auf YouTube zu erklären und noch präziser in dem geplanten Buch zum Express Entry Program der Kanadier.

Dazu nun einige kurze Informationen und links als Einstieg.

Freitag, 3. Oktober 2014

IEC-Programm 2015 Job1 IEC Step1.1 Vorbereitung


Hallo,

in den drei ersten Videos auf YouTube ab Oktober 2014 zum Working Holiday Programm für 2015 spreche ich über die Vorbereitung auf den Start. Bereits ab 01. Dezember 2014 könnte dieses Jahr der Start erfolgen und nicht erst im Januar 2015. So war es auch früher, bevor die Umstellung auf das neue Antragsyteme von CIC eingeführt wurde.
Winterhütte in Kanada, circa 1800

Warum das möglich ist, liegt an den Skandalen beim Temporary Worker Program und die darauf erfolgten Verschärfungen der Bedingungen für die Arbeitgeber. Nach Aussage von Jason Kenney, nun Minister für ESDC, sind die Anträge der Arbeitgeber auf einen TWP (Temporary Work Permit) um rund 75 Prozent zurückgegangen. Das heißt, den Arbeitgebern fehlen nun viele Arbeitskräfte, die für Minimum-Lohn arbeiten müssen – das besonders im Hotel- und Gaststättengewerbe. Ersatz für die fehlenden Arbeiter/Workers könnten nun die Working Holiday Traveller sein. Die werden aber schnellstens als Ersatz gebraucht und das wird vermutlich den Start des IEC-Programms für 2015 beeinflussen.

In den Foren tauchen zum IEC-Programm bereits die ersten Fragen auf. Routinierte Mitglieder der Foren, die oft auf Fragen antworten, haben bereits geschrieben, dass Du nur dies, dann das, darauf Folgendes zu machen hast, um garantiert deinen WH-Permit zu erhalten.

Sonntag, 27. Juli 2014

Immigration 2015 - Express entry - Pferdefüße gibt es genug



Hallo

Damit ich nicht ewig brauche um euch über das neue Programm zu informieren poste ich die Information von CIC und den Link zur Webpage, auf der das steht. Wie ich bereits schrieb - ich sehe da nicht nur einen Pferdefuß (symbolisch den des Teufels), sondern viele kleine und größere Pferdefüße. Ich kann das nicht alles hier erklären, darum schreibe ich dazu ein Buch, als "Erste Hilfe" Ratgeber geben Pferdefüße. Damit Ihr aber eine Idee bekommt, auf was Ihr zu achten habt, sind einige Worte oder Sätze rot markiert. Maybe ihr merkt bereits selbst, wo die Tücken des Programms sind.

Bonne chance
Maxim


In January 2015, Citizenship and Immigration Canada (CIC) will launch a new electronic system called Express Entry to manage applications for permanent residence in certain economic programs.

Donnerstag, 15. Mai 2014

Panik in Kanada - wie geht es weiter?

 Un expresso allongé svp
Wer dieses Jahr, 2014, plant nach Kanada einzuwandern wird sich fragen, wie es nach den neuesten Skandalen weitergeht. Das Temporary Work Permit (TWP) Programm ist bereits ab April teilweise gestoppt. Es gibt dazu ein Moratorium, und keiner kann voraussagen, wie lange man auf ein Resultat der beauftragen Fachleute zu warten hat. Inzwischen wird bekannt, dass nicht nur die fast-food industry betroffen ist, sondern selbst Piloten von Hubschraubern und Flugzeugen ihren Job wegen Temporary Workers (TW) verloren haben. IT-Fachleute verlieren ihren Job an ausländische Arbeitnehmer (TW) ebenfalls, ist seit dem Skandal bei der RBC im März 2013 bekannt. Es kann also passieren, dass noch weitere Berufsgruppen einem Stopp des TWP erleben werden. Das wird ebenfalls Auswirkung auf bereits erteilte TW haben, die bereits in Kanada arbeiten, wenn sie für die Verlängerung des TWP eine neue LMO benötigen.

Mittwoch, 7. Mai 2014

Panik in Kanada - LMO-Stop Text 2

Hallo

Die Fragen zur derzeitigen „mess“ (Schlamassel) in Kanada drehen sich alle um die LMO. Ist Dein Ziel die Permanent Residence (PR) zu erhalten, dann brauchst du heute praktisch einen Arbeitgeber, der dir einen ersten Jobvertrag gibt.
China Town Montreal - Moratorium on the Food Services Sector's
Der Jobvertrag hat laut CIC full time und unbegrenzt zu sein, also „permanent“, damit Du die PR erreichen kannst. Dazu gibt es Variationen, auf die ich hier nicht eingehe.
Das bezieht sich zum einen auf den temporary work permit (also nur mit „temporary“ Jobvertrag. Bei den Programmen von CIC für skilled workers (professionals) und skilled trades workers, wo direkt die PR genehmigt wird, gibt es zwei Wege (streams). Einmal die Bewerbung ohne Jobvertrag und dann die Bewerbung mit einem Jobvertrag, der dann permanent zu sein hat.

Bei allen Verträgen mit einem Jobvertrag hat der Arbeitgeber also eine LMO für genau diesen Job zu beantragen. Erhält er die LMO, dann kann er sich weltweit einen Arbeitnehmer aussuchen. Das ändert sich Januar 2015 im Detail.

Warum beantragen seit einiger Zeit große und kleine Firmen keine LMO für freie Stellen? Dazu ein Beispiel aus einem englischen Forum.

Montag, 23. September 2013

Quebec und der RoC - Diskussion „Charte des valeurs québécoises / Charter of values“



 „Charte des valeurs québécoises / Charter of values“


Hallo,

wer derzeit als Deutscher in Kanada ist, wird früher oder später mit der hitzigen Diskussion zwischen Quebec und den Rest of Canada (RoC*) über die „Charte des valeurs québécoises / Charter of values“ konfrontiert. (* Das ist eine übliche Bezeichnung in kanadischen Medien.  English-Canada is often referred to as the "ROC" -Rest of Canada-)

Meine Empfehlung ist, sich nach Möglichkeit aus der Diskussion herauszuhalten. Da inzwischen aber die seltsamsten Argumente genutzt werden, um sich mal wieder über die Quebecer aufzuregen, hier einige Argumente, wie das bei uns in Deutschland, der Türkei, der Schweiz, Frankreich ist und und was der Europäische Gerichtshof dazu meint.

Kurzer Rückblick in die Deutsche Geschichte. Von Friedrich II., auch Friedrich der Große oder der Alte Fritz genannt ist der Satz überliefert: „Jeder soll nach seiner Fasson selig werden“. Wenn es aber um die Zahlung der Steuer geht, kennen wir einen älteren Spruch: "Gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört!" (Mt 22,15-21)

Beim Alten Fritz bezog sich der Satz auf die Religionsfreiheit. Bei Jesus auf die Trennung von Staat und Religion.

Beide Prinzipien sind genau das, was mit der „Charte des valeurs québécoises / Charter of values“ nun in der Verfassung von Québec festgeschrieben werden soll
Nicht erlaubt, wenn Staatsdiener Bürger bedienen, aber privat erlaubt.


Es geht um eine klare Trennung des Staates und seiner „Diener“ gegenüber dem religiösen Glauben der Bürger des Staates. Der Staatsdiener soll heute nicht mehr als Vertreter einer Religion dem Bürger gegenübertreten, sondern als neutraler Diener erkennbar sein.


In Europa gibt es dazu zwei Begriffe, mit denen man bei Wikipedia historische und aktuelle Informationen recherchieren kann. Von Frankreich kommt der Begriff „laïcité“ und in Deutschland wird das gleiche Prinzip als „Säkularisierung“ bezeichnet.

"French idea of laïcité, an untranslatable concept, „, schrieb ein anglo-kanadischer Journalist. Dabei können bereits Schulkinder das Konzept verstehen. Aber da es Französisch geschrieben wird – ist es natürlich nicht übersetzbar für diesen Antiquebecer. Witziges Argument. Erklärt wird das Wort bei Wikipedia natürlich auch in Englisch und Deutsch.

Laizismus
Der Begriff „Laizismus“ (laïcité) ist eine 1871 geprägte Wortschöpfung des französischen Pädagogen und Friedensnobelpreisträgers Ferdinand Buisson, der sich für einen religionsfreien Schulunterricht einsetzte. Sie geht auf den griechischen Begriff λαϊκισμός zurück für „Laie“ im Sinn von „Nicht-Geistlicher“.

Säkularismus 
Unter Säkularismus versteht man eine aus der Säkularisierung (mentaler Prozess der Trennung von Religion und Staat) und der Säkularisation (konkreter Prozess der Ablösung der weltlichen Macht religiöser Institutionen) erwachsene Weltanschauung, die sich auf die Immanenz und Verweltlichung der Gesellschaft beschränkt und auf darüber hinausgehende Fragen verzichtet.

Verschiedene Zitate. 

Diese kann man nutzen, um mit den Suchmaschinen, den gesamten Text zu finden.


Europa
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte beanstandete derweil weder ein Verbot des Kopftuchs für Lehrerinnen im Kanton Genf noch das (weitergehende) Kopftuchverbot für Studentinnen an staatlichen Universitäten in der Türkei.


Türkei
Parlamentarierinnen und Lehrerinnen bzw. Hochschullehrerinnen sowie Angestellten im öffentlichen Dienst ist das Tragen des Kopftuchs verboten. Das gilt auch für Studentinnen an den Universitäten in der Türkei.
Lifting of ban annulled
On 5 June 2008, Turkey's Constitutional Court annulled the parliament's proposed amendment intended to lift the headscarf ban, ruling that removing the ban was against the founding principles of the constitution. The highest court's decision to uphold the headscarf ban cannot be appealed (AP 7 June 2008). http://en.wikipedia.org/wiki/Headscarf_controversy_in_Turkey


Deutschland
Auch die Arbeitsgerichte hatten sich der Kopftuchfrage zwischenzeitlich zu stellen. Die Kündigung einer Verkäuferin aufgrund ihres Kopftuchs wurde vom Bundesarbeitsgericht aufgehoben, das Bundesverfassungsgericht billigte diese Entscheidung.

 Kanada
Was denken die Kanadier darüber: According to the Forum Research group, the idea of "legislation outlawing religious clothing and symbols such as hijabs, turbans and skullcaps from being worn by public employees" earns the support of 40 per cent of Ontarians, 39 per cent of Albertans, and 35 per cent of British Columbians, as well as 49 per cent of Tory voters and 39 per cent of Greens and NDPers.


Zitate aus den Kommentaren zu verschiedenen Artikeln in den kanadischen Medien.

Anglocanadian 1
"Religion is supposed to be separate from politics, Quebec is doing the right thing and I wish there were more provinces in Canada that had the same backbone.

Anglo-Canadian 2
"As an anglo on the prairies I fully support this move. It's about time that we as a country expect immigrants and religious minorities to adopt a fully Canadian way of life."
Donna Sep. 15, 2013 10:56 PM - Abuse

In my boys ‘former school, it was a "Winter Concert" and everyone said "Happy Holidays". The school administration went as far as changing the lyrics in the Christmas songs that my family has sung for generations so that "no one" would be offended - What crap...so sick of it! They now go to a school where our traditions are celebrated, as they should. The last time I checked, most companies/businesses are closed on Dec. 25th and "no one" complains that they have the day off...can’t have it both ways people!!!!!! Oh and by the way, a hijab isn't "religious"....at least that's what a Lebanese mother told me!!!!


Richardnorth:
As a gay man, I welcome this charter. I'm tired of being criticized, sneered at and judged by religionists. Some of the worst homophobia I've experienced was by the "you-know-who group" (the group that is so peaceful and tolerant). The last thing I need is to have to deal with them when I want to interface with the government. The bottom line is that a secular environment is a BETTER environment and a more humane environment for all. There used to be a time, not too long ago when the progressive movement was all about the removal of religious influence from public life. Now, somewhat ironically, it seems to have reversed. Wake up people.«



Fazit
Die derzeitige Regierung von Québec will das als Gesetz verabschieden, was wir in Europa nun seit über einem Jahrhundert als Gesetz kennen. Diese Form des geplanten Gesetzes kennen wir also auch in Deutschland. Wo ist also das Problem, das der RoC mit den Quebecern hat? Darüber ein anderes mal ein paar Zeilen.
Erlaubte religiöse Zeichen


PS übrigens ist Quebec eine „Nation within Canada“ und nicht mehr eine Provinz in Kanadas. Wer das sagt, dafür sorgte, dass es vom Parlament so verabschiedet wurde, ist der seit Jahren amtierende Premier Minister Stephen Harper. Just as Information.

Bonne chance
Maxim Pouska